Am 27. April ist es wieder soweit! Mit der Nationalstaffel werde ich nach Philadelphia (Pennsylvania, USA) reisen, um dort über 4 x 100m bei den Penn Relays an den Start zu gehen.
Die Penn Relays sind das größte Staffel-Event der Welt und finden heuer zum 112. mal statt. Ich habe die Ehre nun schon das dritte mal teilnehmen zu dürfen und bin jedes mal wieder aufs Neue fasziniert! 2005 gab es einen Zuschauerrekord: 113.000 Zuschauer, von denen am Sonntag, dem Finaltag, alleine 50.000 ins Stadion kamen.
Die Veranstaltung geht über drei Tage und tausende von Teilnehmern aus den USA starten für ihre Universitäten, Colleges und High Schools. Angeboten werden fast ausschließlich Staffelwettbewerbe, bei denen in einem 3-Minuten-Rhythmus (ein organisatorisches Meisterwerk) gestartet wird. Und das ist kein Witz, soviele Startschüsse wie dort an einem Tag höre ich sonst die ganze Saison über nicht. Das ist auch der Grund weshalb hier ohne Startblöcke gestartet wird - das Umstellen der Blöcke würde einfach zu lange dauern. Hört sich komisch an, klappt aber wunderbar. Am Finaltag, wenn die "Großen" der USA auftreten, und auch wir unsere Staffel laufen, gibt es allerdings Startblöcke.
Die Amis nennen die Penn Relays auch "USA vs. The World", was es wohl auch ganz gut trifft. Die 4x100m-Staffel findet am Sonntag, den 29. April statt. Die USA stellen standesgemäß zwei Teams. "USA Red" und "USA Black. Das Feld wird durch Jamaika, England, Russland, Bahamas, die niederländischen Antillen und Deutschland komplettiert. Die Atmosphäre wird bestimmt wieder einzigartig und eher mit der eines Pop Konzertes als mit der eines Sport-Festes zu vergleichen sein.
Neben unserer sportlichen Aufgabe bleibt (zu meinem Glück) aber auch noch etwas Zeit die Stadt zu erkunden. Da trifft es sich gut, dass unser Hotel mitten in Down-Town liegt. Und mit "Stadterkundung" meine ich eher die Geschäfte leer zu shoppen als Sight-Seeing, weil es keine großen Sehenswürdigkeiten gibt. Ach doch, wer an einer Statistik interessiert ist: Letztes Jahr war Philli noch die Stadt mit den fettesten Menschen der USA, mal schauen ob sich dieses Jahr was geändert hat...
Soweit von mir!
Euer Marius